Künstliche Süßstoffe machen dick

Schlechte News für Konsumenten von „Diet-Drinks“ und „Light-Produkten“: Wie israelische Forscher eben herausgefunden haben, können Süßstoffe über eine Störung der Darmflora den Blutzuckerspiegel erhöhen, damit dick machen und sogar zu Diabetes führen.

Warum gelingt es kaum jemandem, durch Einsatz künstlicher Süßstoffe abzunehmen? Wie in der renommierten Fachzeitschrift Nature berichtet wird, hatte man in Israel zunächst an Mäusen getestet, wie sich eine Ernährung mit hohem Anteil an künstlichen Süßstoffen wie Aspartam oder Saccharin auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Zum Erstaunen der Forscher stellten sie eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels und eine Verschlechterung der Glukosetoleranz fest, beides typisch für Zuckerkrankheit (Diabetes).

Als nächstes untersuchten sie Menschen und stellten dasselbe fest: Süßstoffe verändern auch bei Menschen die Darmflora und bewirken einen erhöhten Blutzuckerspiegel, was über Insulinausschüttung zu Fetteinlagerung führt. Am Ende steht auch bei den Menschen die Zuckerkrankheit.

In viele industriell hergestellte Nahrungsmittel werden künstliche Süßstoffe beigemengt, nicht nur in „Light-“ oder „Diet-Produkte“. Daher wundert es nicht, wie schwer es für viele Übergewichtige ist, abzunehmen.

Was wirklich beim Erreichen des Idealgewichts helfen kann, lesen Sie in meinem Blog über Ötzis Diät und auf unserer Seite über Therapien zur ärztlich unterstützten Gewichtsabnahme.

Mit Süßstoffen jedenfalls gelingt es nicht.

Ihr DDr. Heinrich

Aussehen wie „Barbie“ ohne Skalpell?

Dieses Jahr feierte die Barbie-Puppe ihren 55. Geburtstag. Zu Beginn ihrer „Karriere“ war sie noch eine Revolution unter den Puppen, denn Barbie war die Erste ohne dicke Pausbäckchen und kindlichem Körper. Man ging mit ihr einen Schritt weiter und verwandelte das Spielzeug von Millionen von Kindern in eine große, schlanke, blauäugige, blondhaarige und vollbusige Figur. Schon bald war Barbie nicht mehr nur ein Spielzeug, sondern das Schönheitsideal vieler junger Frauen.

Auch für die 23-jährige Ukrainerin Valeria Lukjanowa, deren Aussehen in letzter Zeit besondere Aufmerksamkeit auf sich zog, stellt Barbie das Schönheitsideal dar. Sie gleicht ihrem Vorbild, der Barbie-Puppe, beinahe zur Gänze. Das hat sie laut eigenen Angaben ausschließlich mit einer strikten Rohkosternährung und harter körperlicher Arbeit erreicht. Erstaunlich ist, dass bei ihrer Veränderung zur lebendigen Barbie künstliche Eingriffe – bis auf eine Brustvergrößerung – nie ein Thema gewesen sein sollen. Valeria betont immer wieder, nicht „nachgeholfen“ oder „herumgeschnipselt“ zu haben.

Sieht man sich ein Bild von ihr an, stellt man sich aber schnell die Frage: Ist es tatsächlich möglich, die körperlichen Proportionen von Barbie auf natürlichem Wege zu erlangen? Mit ihren 23 Jahren ist die Ukrainerin noch ziemlich jung, um eine derart große Menge an chirurgischen Eingriffen hinter sich zu haben. Dennoch kursieren im Internet viele Meinungen darüber, dass Valeria nicht nur bei ihren Brüsten nachgeholfen hat, sondern auch Rippen entfernen, ihre Nase verschmälern, Fett absaugen und ihre Augenpartie verändern ließ.

Valeria Lukjanowa gibt jedoch hartnäckig an, dass der Eingriff zur Vergrößerung ihrer Brüste eine Ausnahme darstellte und ihre im Vergleich zur Oberweite verhältnismäßig dünne Taille das natürliche Produkt von Ernährung und Sport sei. Nun das kann ja sein. Es könnte aber vermutet werden, Valeria habe sich die schlanke Taille mittels Liposkulptur bzw. Fettabsaugung formen lassen.

Anstatt das gewonnene Fett zu verwerfen und sich die Brüste mit Silikon aufpolstern zu lassen hätte sie dieses Fett für eine Brustvergrößerung mit Stammzellen aus Eigenfett verwenden können. Auf den Einsatz von Skalpell und Silikon hätte sie damit verzichten können, da das Fett mit Mikrokanülen aus Fettpolstern des Körpers gewonnen und anschließend in aufbereiteter Form in die Brust injiziert wird.

Die Methode ist sowohl für Frauen, die sich eine größere Brust wünschen, als auch für jene, die ursprünglich vorhandenes Brustvolumen (beispielsweise durch das Stillen) verloren haben, geeignet. Bei der Brustvergrößerung mit Stammzellen ist eine Vollnarkose überflüssig, was eine rasche Rückkehr der Patientin in den Alltag erlaubt. Unter örtlicher Betäubung wird in einem ersten Schritt Fett entnommen, aus dem in Folge die Stammzellen extrahiert und aufbereitet werden, um anschließend stammzellangereichertes Fett in die Brust zu injizieren.

Der Eingriff dauert nur wenige Stunden und hat im Gegensatz zur herkömmlichen Brustvergrößerung mit Silikon üblicherweise keine Narben zur Folge. Valeria, die schon als Kind ihrem Schönheitsideal nacheiferte und sich die Haare blond färbte, könnte – sofern sie weitere Eingriffe plant und diese nicht öffentlich bekannt geben möchte – eine sanftere Methode wie die mit körpereigenen Stammzellen wählen, deren Ergebnisse nachhaltig sind und natürlich aussehen. Voraussetzung ist natürlich, dass genug Fettpolster vorhanden sind, aus denen das natürliche, lebende Füllmaterial für die Brüste gewonnen werden kann.

In einem Interview mit frauenzimmer.at erklärt die junge „Barbie“: „Wenn du nicht schön bist, dann wird dir auch niemand zuhören. Menschen legen großen Wert darauf, dass man auf sich und seinen Körper aufpasst, dass man schön ist und etwas erreicht hat“.

Valeria hat wohl ihr Ziel erreicht, Aufmerksamkeit für ihr Aussehen zu bekommen. Ob ihr aber auch zugehört werden wird, wird sich zeigen. Es wird wohl auch davon abhängen, was sie der Welt denn eigentlich zu sagen hat, meint

Ihr DDr. Heinrich

„Vampirlifting“ – Was ist dran?

Sie erinnern sich vielleicht an meinen Blog Verjüngung a la Countess Dracula, in dem ich über die historische Gräfin Erzsébet Nádasdy (1560 geborene Báthory) erzählte, die sich im reifen Alter von etwa 50 Jahren in einen jungen Offizier verliebt.

Nachdem sie durch Zufall draufkommt, dass Blutspritzer eines jungen Mädchens ihre Gesichtshaut verjüngen, nimmt sie bald Vollbäder im Blut getöteter Mädchen und wird tatsächlich so verjüngt, dass sie sich dem geliebten Offizier als ihre eigene, von ihr gefangen gehaltene, Tochter Ilona vorstellen und ihn in sich verliebt machen kann. Die ganze, spannende Geschichte können Sie in meinem Blog nachlesen.

Heute wissen wir, dass frisches Blut Gewebshormone und Wachstumsfaktoren enthält, die tatsächlich die Haut verjüngen können, wenn man diese Gewebshormone mit Mikronadeln in die Haut einbringt. Dazu gewinnt man PRP (Platelet Rich Plasma), das einen beindruckenden Verjüngungseffekt hat. Manche nennen PRP-Behandlungen „Vampirlifting“.

Besonders gut wirkt PRP, wenn man es mit körpereigenen Stammzellen aus Fettgewebe oder bioidentischen Hormonen (Hormonal Regeneration®) kombiniert.

Ganz wie in der Geschichte von Erzsébet muss die Behandlung regelmäßig wiederholt werden, um von dauerhafter Wirkung zu sein. Es wird übrigens nicht das Blut von Jungfrauen gebraucht, Ihr eigenes Blut reicht auch.

Ihr DDr. Heinrich

Lässt uns Botox alt aussehen? (Teil 3)

Und wenn man nun trotzdem Botox spritzen lässt oder bereits durch Botox-Gebrauch dünne und trockene Haut bekommen hat?

Gegen den maskenhaften Effekt, der durch Muskellähmung entsteht, kann man nichts machen. Er wird im Laufe der Monate schwächer, wenn die Wirkung von Botox nachlässt.

Doch die Hautqualität können wir verbessern: Abgesehen von der Zufuhr an Kollagen, Hyaluronsäure und bioidentischen Hormonen ist es unerlässlich, die Haut regelmäßig mit Gewebshormonen zu behandeln, um den hautalternden Effekt von Botox möglichst auszugleichen.

Gewebshormone (Growth Factors) werden von den Stammzellen des Körpers produziert, finden sich im Blut (Platelet-Rich Plasma, PRP), können aber auch im Labor hergestellt werden. Mittels Mikronadeln werden diese Gewebshormone in die Haut injiziert.

Das ist schon einiges an Aufwand, aber was tut man sich nicht alles an für die Schönheit ;-).

Ihr DDr. Heinrich

Was tun bei Dellen nach Fettabsaugung?

Kürzlich war eine Patientin bei mir, die in Prag mit einer Kombination von Laser und Fettabsaugung behandelt wurde. Jede Menge Dellen! Jetzt überlegt sie, ob sie bei mir eine Korrektur, die natürlich mühsam und teuer wird, machen oder dauernd unzufrieden mit ihren Dellen leben soll.

Welcher Fehler wurde gemacht? Der Arzt hat die kombinierte, gewebszerstörende Wirkung von Kanüle und Laserstrahl unterschätzt. Die Patientin hatte daher auch wochenlang Schwellungen an den Oberschenkeln. Nach etwa 5 Wochen bildeten sich an den mechanisch belasteten Stellen tiefe Dellen aus.

Was tun? Eigenfetttransfer, am besten mit stammzellangereichertem Eigenfett, ist die einzige Lösung. Oder sie lebt mit ihren Dellen. Für viele Frauen fällt so eine Entscheidung nicht leicht. Besser von Haus aus gut informieren!

Ihr DDr. Heinrich

Lässt uns Botox alt aussehen? (Teil 2)

Falten an Gesicht und Körper entstehen durch Hautalterung und Hautalterung entsteht zu einem beträchtlichen Teil durch Mängel an bestimmten Hormonen.

Wenn einzelne Hormondrüsen schwächer werden, sehen wir ganz bestimmte Symptome dafür im Gesicht. Kleine Fältchen etwa über der Oberlippe zeigen einen Mangel an Androgenen und weiblichen Sexualhormonen auf. Erschlaffende Wangen mit tiefen Falten weisen auf einen zusätzlichen Mangel an Wachstumshormon (HGH) hin.

Falten werden daher besser mit bioidentischen Hormonen behandelt als mit Botox. Sind die hormonellen Mängel und Imbalancen erst ausgeglichen, gewinnt die Haut rasch an Straffheit, Frische und Vitalität.

Ihr DDr. Heinrich

Gewichtabnehmen vor Brustvergrößerung mit Stammzellen und Eigenfett

Kürzlich machten wir bei einer Patientin, die in den Monaten vor dem Eingriff 7 Kilo abgenommen hatte, eine Brustvergrößerung mit Stammzellen.

Früher hätte man von Gewichtabnahme vor der Fettabsaugung abgeraten weil das Abnehmen die Fettzellen (und das Gewebe) leer und schlaff macht, was die Formung bei der Fettabsaugung, sogar mit Mikrokanülen, erschwert.

Heute wissen wir, dass eine gewisse Gewichtabnahme vor dem Eigenfetttransfer (Lipotransfer) ihre Vorteile hat: Der Ölgehalt des Fettgewebes ist deutlich niedriger, was den Aufwand für die Reinigung des Fettes reduziert. Und richtig gereinigtes Eigenfett ist wichtig für eine Brustvergrößerung mit Stammzellen.

Die Patientin ist übrigens sehr zufrieden mit ihrer Brust.

Ihr DDr. Heinrich

Lässt uns Botox alt aussehen? (Teil 1)

Botox hilft gegen Falten, macht aber dafür dünne, trockene Haut. Was tun?

Wir alle kennen Frauen, deren Gesichter faltenfrei, aber dennoch alt und irgendwie maskenhaft aussehen. Hier war Botox am Werk. Botox (Botulinumtoxin) wirkt gegen Falten, weil es die mimische Muskulatur, die die Haut faltet, lähmt.

Botox bewirkt aber auch die Rückbildung der Hautdrüsen, wodurch die Haut trockener und dünner wird. Diesen Effekt nutzt man mit Erfolg zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen.

Macht es Sinn, Falten mit Botox zu bekämpfen, wenn man dadurch älter aussieht?

Trotzdem ist Botox seit mehr als 10 Jahren ein Verkaufsschlager in der ästhetischen Chirurgie. Da die Wirkung nach einigen Monaten nachlässt, muss erneut Botox injiziert werden.

Ich rate von der Verwendung von Botox ab. Besser, die Qualität der Haut so zu steigern, dass weniger Falten entstehen.

Hier kommt in erster Linie in Betracht, jene Stoffe, welche die Haut für ihre Stabilität braucht, wie Kollagen und Hyaluronsäure, mit der Nahrung zuzuführen. Hautalterung ist außerdem ein Symptom für Mängel an bestimmten Hormonen und kann daher mit bioidentischen Hormonen behandelt werden.

Ihr DDr. Heinrich

Warum leiden so viele Menschen weltweit an Übergewicht?

Übergewicht, auch als Fettleibigkeit oder „Adipositas“ bekannt, ist eines der zentralen gesundheitlichen Probleme unserer westlichen Welt. Die Zahl der Übergewichtigen rapide zu: Etwa jeder fünfte Österreicher gilt als adipös. Doch warum haben so viele Menschen weltweit Übergewicht, mit all den bekannten Folgen wie Zuckerkrankheit, Herzinfarkt, Arthrosen?

Ganz einfach: Sie essen zu viele Kohlenhydrate (Süßes, Brot, Müsli, Kartoffeln, Reis, Pasta etc.)! Jeder Mensch hat – wegen unterschiedlicher Aktivität der Hormondrüsen und der Verdauungsenzyme – einen individuellen Stoffwechsel und verträgt unterschiedlich viel davon, aber die meisten werden schon bei relativ geringen Mengen Kohlenhydraten übergewichtig.

Daher erfordert jede größere Gewichtsabnahme, abgesehen von einem Check der Hormondrüsen, vor allem auch eine Umstellung der Ernährung mit massiver Reduktion von stärke- oder gar zuckerhaltiger Nahrung!

Ihr DDr. Heinrich