Erschienen in NEWS 11/2008 am 13.3.2008.
Wien (28.2.2008) — Ist die kosmetische Chirurgie einmal mehr ein Quell für Innovationen in der therapeutischen Medizin? Abgesaugtes Körperfett könnte künftig zur Behandlung erkrankter und geschwächter Organe des Körpers verwendet werden. DDr. Karl-Georg Heinrich, Experte für Ästhetische Medizin und Anti-Aging aus Wien und Prof. Albert Donnenberg von der Universität in Pittsburgh waren sich beim Gründungssymposion des Institute of Stem Cell Biology in Zürich einig: „Stammzellen aus körpereigenem Fett haben ein immenses therapeutisches Potential – in der Ästhetischen Medizin genauso wie in der Therapie von organischen Erkrankungen.“ DDr. Heinrich verwendet stammzellen-angereichertes Fettgewebe von Fettabsaugungen bereits jetzt als haltbares Füllmaterial für ästhetische Eingriffe wie zum Beispiel Brustvergrößerungen. „Sie haben aber eine besondere biologische Potenz, die Anwendungsmöglichkeiten weit über die Ästhetik hinaus nahe legen“, sagt DDr. Heinrich. Dem pflichtete Prof. Donnenberg, einer der international führenden Grundlagenforscher für Stammzellen aus körpereigenem Fett, aus mehreren Gründen bei:
Stammzellen, aus körpereigenem Fett extrahiert, werden nicht aus Embryonen gewonnen und sind daher ethisch unbedenklich. Da sie in ausreichender Menge aus Fett entnommen werden können, müssen sie vor der therapeutischen Anwendung – im Gegensatz zu Stammzellen aus Haut und Knochenmark – nicht künstlich zur Vermehrung angeregt werden. Da diese Stammzellen nicht „bearbeitet“ sondern nur angereichert werden, kann man laut Prof. Donnenberg davon ausgehen, dass die therapeutische Anwendung dieser Stammzellen mit keinem zusätzlichen Risiko hinsichtlich der Entstehung von Zellentartungen oder Tumoren verbunden ist. Dem pflichtet auch DDr. Heinrich bei, der darüber hinaus die Rolle des „Micro-Environment“ bei der Ausdifferenzierung der Stammzellen zu erwachsenen Zellen unterstrich – das umgebende Gewebe in dem sich die Stammzellen einnisten, steuert offenbar, welche Art von Zellen (Haut-, Fett-, Muskelzellen etc.) aus ihnen heranwachsen.
DDr. Karl-Georg Heinrich war einer der internationalen Teilnehmer des Symposions. Prominent waren auch andere Teilnehmer: Prof. Wolfgang Klietmann von der Harvard Medicin School in Boston, Prof. David Scadden vom Harvard Stem Cell Institute, Prof. Albert Donnenberg von der Universität in Pittsburgh und Prof. Herbert Zech vom Institute of Reproduction Medicine in Bregenz.
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DDr. Heinrich war neben anderen internationalen Spezialisten der Stammzellforschung am 22. und 23. Februar 2008 in Zürich zum Gründungssymposion des Institue of Stem Cell Biology eingeladen. Abgesehen von ihm kamen z.B.: Prof. Klietmann, Harvard Medical School, USA, Prof. David Scadden, Harvard Stem Cell Institute, USA, Prof. Donnenberg, University of Pittsburgh, USA, und Prof. Zech, Institute for Reproductive Medicine, Bregenz, Österreich.
Neben vielen anderen Aspekten der Stammzellforschung wurde auch die wichtige Rolle der aus körpereigenem Fett gewonnen Stammzellen betont. Diese sind nicht nur ethisch unbedenklich, da sie nicht aus Embryonen gewonnen werden, sie haben offenbar auch eine besondere biologische Potenz. Da sie in ausreichender Menge aus Fett gewonnen werden können müssen sie vor der therapeutischen Anwendung nicht durch künstlich angeregtes Wachstum expandiert werden.
Deshalb kann davon ausgegangen werden, daß die therapeutische Anwendung dieser Stammzellen mit keinem zusätzlichen Risiko hinsichtlich Entstehung von Zellentartungen oder Tumoren verbunden ist. Auch die wichtige Rolle des „Micro-Environment“ bei der Frage, in welche Zellen sich Stammzellen differenzieren, wurde betont: Offenbar steuert die Umgebung, in der sich Stammzellen einnisten, welche Zellen aus ihnen werden.
DDr. Heinrich und Prof. Donnenberg, der einer der führenden Spezialisten für die Gewinnung von Stammzellen aus körpereigenem Fett ist, waren sich über das immense therapeutische Potential für Gegenwart und Zukunft einig! Abgesehen von der von DDr. Heinrich und Dr. Yoshimura, Tokio, angewandten Verwendung von stammzellunterstütztem Fettgewebe als haltbares Füllmaterial für ästhetische Eingriffe wie Brustvergrößerungen wird in Zukunft auch die Therapie behandlungsbedürftiger Organe mittels Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe eine wichtige Bedeutung erlangen! Das ist doch einmal eine gute Nachricht im Zusammenhang mit Fettpolstern, die sonst doch nur abgesaugt werden…
Herr DDr. Heinrich schrieb eben folgenden Leserbrief an die Redaktion von Heute:
Wien, den 1. Februar 2008
Wenn in der „Verzehrstudie“ Übergewicht mit dem Bildungsstand in Zusammenhang gebracht wird, mag das durchaus richtig sein. Eine wesentliche Ursache wurde jedoch übersehen: Hormonelle Ungleichgewichte. Bei Übergewicht werden meist von einzelnen Hormonen zu viel oder zuwenig produziert. Ist ursprünglich der Grund für dieses Ungleichgewicht häufig im Ess-Verhalten zu suchen macht dieses Ungleichgewicht Bemühungen zur Gewichtabnahme nur durch Diät oft wenig erfolgreich. Bei Männern zeigt sich Hormonmangel – konkret eine zu geringe Produktion von Wachstumshormonen – in dem typischen „Schwimmreifen“, der ab 40 unattraktiv macht. Bei Frauen kann das Fehlen von Progesteron der Grund sein, warum sie ab 40 vor allem um Bauch und Brüste herum immer üppiger werden. Viele Menschen können nur schwer abnehmen, weil sie verhältnismäßig zuviel Cortisol oder zuwenig Schilddrüsenhormon produzieren. Oft beginnen hormonelle Ungleichgewichte ab der Schwangerschaft – Frauen nehmen dann nicht mehr so leicht ab wie davor. Nach einer genauen Analyse der Hormonspiegel ist eine Behandlung mit bioidentischen Hormonen eine Möglichkeit, wieder Gleichgewicht im Körper herzustellen und die nachhaltige Gewichtabnahme zu erleichtern. Selbstverständlich muß eine individuell angepasste Ernährung mit reduzierter Aufnahme von Kohlehydraten sowie entsprechende Bewegung hinzukommen!
DDr. Karl-Georg Heinrich
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