Diskussion über Fettabsaugung auf der Messe La Donna

Mitte bis Ende der Woche fand die Messe La Donna in der Wiener Stadthalle statt. Anläßlich einer Podiumsdiskussion mit anderen Experten für Schönheit und Schlankheit wurde das Thema Fettabsaugung aufgeworfen, nicht zuletzt, weil abgesehen von mir zwei weitere Ärzte zugegen waren, die gerne Fettabsaugung zur Figurkorrektur anbieten. Zwar sprach ich in dieser Diskussion v.a. über Brustvergrößerung mit Stammzellen, ich brachte mich aber naturgemäß auch zum Thema Liposuktion ein.

Viele Mißverständnisse herrschen immer noch auf diesem Gebiet der Schönheitschirurgie. So hat sich bei den meisten Schönheitschirurgen noch nicht herumgesprochen, daß die Verwendung von Mikrokanülen (1,0–2,5 mm Durchmesser) eine narbenfreie Absaugung bei minimaler Nachsorge von wenigen Tagen ermöglicht.

Oft wird kontroversiell diskutiert, ob man vor oder nach einer Gewichtabnahme fettabsaugen solle. Meine Erfahrung dazu zeigt, daß man es davor tun sollte; dies, weil es erstens die weitere Gewichtabnahme erleichtert, und zweitens Platz schafft, damit sich das Gewebe bei der anschließenden Gewichtabnahme besser straffen kann. Nach starker Gewichtabnahme sind die Fettzellen weiters so „ausgelutscht“, daß sie nur schwer absaugbar sind, weil sie eben nicht so gut platzen, wie volle Fettzellen, wenn die Absaug-Kanüle eindringt.

Natürlich ist in vielen Fällen bei Gewichtsabnahme eine Fettabsaugung weder erforderlich noch zielführend. Nur eine Konsultation mit dem Schönheitschirurgen kann dazu Klarheit schaffen. Wenn man sich aber dafür entscheidet, diese Hilfsmethode anzuwenden dann bitte eher vor der Diät als danach!

Ihr DDr. Heinrich

Schaffen Schönheitschirurgen Zombies?

Eben lese ich, daß Kollege Dr. Mang aus Deutschland, ein medial sehr präsenter Schönheitschirurg, der an einer Seifenoper über Schönheit mitwirkte, ein kritisches Buch über Schönheitschirurgie herausgegeben hat. Tenor: Schluß mit überflüssigen Brustvergrößerungen, Facelifts und Fettabsaugungen – macht die Menschen nicht zu Zombies! Alle Achtung, Kollege!

Dr. Mang ist ja aus vielen Gründen bemerkenswert, nicht nur, weil er offene Worte für Probleme der Branche findet, sondern auch, weil er offen dazu steht, HNO-Arzt zu sein. Unter uns Ärzten ist ja kein Geheimnis, daß die Fachherkunft eines Schönheitschirurgen wenig über seine Befähigung aussagt, auch wenn manche Fachärzte einer bestimmten chirurgischen Subdisziplin dies gegenüber dem Publikum und den Medien gern anders darstellen.

Ich teile Mangs Vorbehalte – meine Reserviertheit gegenüber den belastenden, chirurgischen Methoden der herkömmlichen Schönheitschirurgie ist ja bekannt. Hier fällt mir der alte Spruch ein: „Wer einen Hammer hat dem kommt alles wie ein Nagel vor“ – je mehr Werkzeuge einer nun zur Verfügung hat, desto weniger wird er dazu neigen, alles als Nagel zu betrachten und einschlagen zu wollen! Chirurgie ist oft wie der sprichwörtliche Hammer…

Deshalb bin ich der Meinung, daß (Fach-)Ärzte für Allgemeinmedizin mit Zusatzausbildungen in kosmetischer Chirurgie eine bessere Grundausbildung für die Neue Kosmetische Chirurgie mitbringen, als Chirurgen! Dies, weil sie aus allen medizinischen Fächern die optimalen Werkzeuge für Schönheit und Verjüngung wählen können: Minimalinvasive Chirurgie, Stammzellen und bioidentische Hormone sind im Bereich der Schönheit meist zielführendere Methoden als Silikon und Skalpell!

Belastende wiederherstellende Operationen, die selbstverständlich in die Hand eines erfahrenen plastischen Chirurgen gehören, sollten im Normalfall in der Schönheitschirurgie nicht nötig sein.

Ihr DDr. Heinrich

1 Kommentar

Therapeutisches Gold aus Bauchfett?

Wer hätte vor 10 Jahren gedacht, daß Fett auch nützlich sein kann – mit Interesse habe ich im aktuellen Profil den Artikel über Stammzellen gelesen, die laut US-Wissenschaftern nunmehr aus Bauch- und Hüftfett gewonnen werden können. Tatsächlich arbeiten wir in Wien bereits seit 2006 mit Stammzellen aus abgesaugtem Bauch- und Hüftfett, japanische Ärzte sogar seit 2003.

Wie man nun weiß lassen sich diese mesenchymalen Stammzellen, die jeder in unbegrenzter Anzahl besitzt, für eine Anzahl innovativer therapeutischer Anwendungen nutzen. Dies ohne, daß ethische Bedenken bestünden, wie etwa bei Stammzellen von Embryonen und ohne die sonst limitierenden Faktoren wie schmerzhafte und schwierige Gewinnung aus Knochenmark bzw. zu geringe Zelldichte wie bei Stammzellen aus Haut.

Da meine Ordination vor allem im Bereich Ästhetik und Regeneration arbeitet ergeben sich damit bei uns vor allem Anwendungen wie Brustvergrößerungen ohne Silikon, Gesichtsverjüngungen ohne Facelift, Narbenkorrektur etc. Doch weltweit wird in vielen Zentren an therapeutischen Anwendungen gearbeitet, die schwerkranke Menschen mit ihren eigenen Stammzellen heilen werden – und alles mit ein bißchen Hüftfett!

Ihr DDr. Heinrich

Silikonimplantate zur Identifizierung von Mordopfern?

Als ich kürzlich in den USA war las ich in den Medien, daß die Frau eines prominenten Finanzinvestors ermordet wurde. Ihr Mann wurde übrigens nach einer abenteuerlichen Flucht mit Schnellboot nach Kanada als Hauptverdächtiger gesucht und hat anschließend offenbar Selbstmord begangen. Ihr Mörder hatte ihre Leiche so unkenntlich gemacht, daß Sie nur mittels der Seriennummer ihrer Brustimplantate identifiziert werden konnte. Haben Implantate also doch ihr Gutes? Makaber, zugegeben.

Mich erinnerte dies an den Roman Do Androids dream of Electric Sheep, der als Bladerunner unter der Regie von Ridley Scott mit Harrison Ford und Sean Young verfilmt wurde. Es ging dabei darum, flüchtige Replikanten, also quasi künstliche Menschen, die vernichtet werden mußten, von echten Menschen zu unterscheiden. Dies gelang indem man Hautzellen untersuchte, auf denen sich Marker mit Seriennummern fanden, die eine eindeutige Identifizierung als nachgemachter (replizierter) Mensch erlaubte. Natürlich verliebte sich Harrison Ford, der Bladerunner, dessen Aufgabe das Aufbringen und Vernichten von flüchtigen Replikanten war, ausgerechnet in Sean Young, eine Replikantin… Sie sollten sich den Film mal ansehen, wenn Sie ihn seinerzeit nicht gesehen haben.

Werden wir also auch bald alle Seriennummern eingepflanzt bekommen, um eindeutig identifiziert werden zu können? Solange die Kosmetische Chirurgie ohne Plastik auskommen kann, etwa indem Brustvergrößerungen durch Stammzellen aus körpereigenem Fett gemacht werden, sollten wir auf Plastikimplantate verzichten, auch wenn dies dereinst möglicherweise die Identifizierung erschweren sollte.

Ihr DDr. Heinrich

Schluß mit Plastik und Skalpell?

Es wird in der Tat Zeit, daß Patientinnen die Auswüchse einer übertriebenen und nicht mehr zeitgemäßen ästhetischen Chirurgie an sich selbst beheben lassen! Unnatürlich aussehende Silikonbrüste, geliftete, überstraffte Puppengesichter – all dies könnte auch aus Sicht der behandelnden Ärzte bald der Vergangenheit angehören: Aus einer Skalpell- und Plastik-lastigen kosmetischen Chirurgie entsteht gerade eine fachübergreifende Schönheits- und Verjüngungsmedizin, in der Silikon, Plastik und Skalpell in den meisten Fällen verzichtbar sein werden!

Statt großzügiger Schnittführung mit dem Skalpell verwendet die Neue Kosmetische Chirurgie minimalinvasive, schonende kosmetische Eingriffe unter reiner örtlicher Betäubung, statt Silikon körpereigene mittels Mikrokanülen aus Fettgewebe gewonnene Stammzellen, womit z.B. dauerhafte, natürlich aussehende, Plastik-freie Brustvergrößerungen längst möglich sind, sowie bioidentische Hormone und Wachstumsfaktoren! Diese Technologie macht endlich auch Operationen, wo viel Gewebe weggeschnitten wird, wie herkömmliches Facelift oder Lidkorrektur, verzichtbar. Körpereigene Stammzellen wirken unmittelbar lokal verjüngend und regenerierend und können so in vielen ästhetischen Behandlungen anstelle von straffenden und raffenden Symptombehandlungen mit dem Skalpell eingesetzt werden! Der Mickey-Rourke-Facelift-Look ist also von gestern!

In der perfekten und ausgewogenen Kombination schonender Behandlungsmethoden liegt das größte Potential der Neuen Kosmetischen Chirurgie! Fast alle kosmetischen Probleme von Gesicht, Körper und Haut können so optimal behandelt werden. Vor allem sind die Ergebnisse völlig natürlich. Das Wegschneiden mit dem Skalpell, bzw. das Einpflanzen von Silikon-Kissen und anderer Plastik-Sachen kommt in Zukunft wohl erfreulicherweise nur mehr in Ausnahmefällen in Betracht.

Ihr DDr. Heinrich

Hormongleichgewicht als Basis für Anti-Aging

Der positive Effekt von richtigem Essen, Gehirnjogging und Fasten ist unbestritten und sollte in der einen oder anderen individuellen Variation lebenslang beibehalten werden!

Entscheidend dafür, bis ins hohe Alter vital, leistungsfähig und jugendlich zu bleiben ist, dass alle Hormondrüsen des Körpers Hormone in der richtigen Menge produzieren. Für die Hormondrüsen ist die Hormonproduktion jedoch mit einem hohen Energieaufwand verbunden, weswegen der Körper oft schon ab dem 30. Lebensjahr an der Hormonproduktion zu „sparen“ beginnt. Wann und wie schnell dieses „Sparen“ eintritt, hängt vor allem vom Erbmaterial und den Lebensumständen (Bewegung, Ernährung, Stress etc.) ab. Man sieht den Menschen am Gesicht und am Körper an, ob sie bereits Hormone „sparen“ oder ob ihre Hormondrüsen noch genügend davon produzieren können: Jene Personen, die wesentlich jünger aussehen als sie sind, haben immer auch Hormonspiegel, die denen wesentlich jüngerer Menschen entsprechen.

Die beste Anti-Aging-Behandlung beginnt daher mit einer umfangreichen Analyse aller wichtigen Hormone, dem Feststellen von Hormondefiziten und einer anschließenden Therapie mit möglichst natürlichen, bioidentischen Hormonen. Dabei muss das Gleichgewicht aller Hormone besonders berücksichtigt werden – alles, selbst abnehmen fällt leichter, wenn die Hormone miteinander im Gleichgewicht sind.

Ihr DDr. Heinrich

Willkommen beim Blog zur Neuen Kosmetischen Chirurgie!

Auf diesem Blog berichte ich künftig über aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich der Neuen Kosmetischen Chirurgie.

Aus der kosmetischen Chirurgie entsteht gerade eine fachübergreifende Schönheits- und Verjüngungsmedizin, in der Silikon und Skalpell in den meisten Fällen verzichtbar sind. Ich nenne sie die Neue Kosmetische Chirurgie.

Eine wesentliche Säule der Neuen Kosmetischen Chirurgie sind minimalinvasive, schonende kosmetische Eingriffe unter reiner örtlicher Betäubung, die in den USA und Japan bereits in einigen wenigen führenden Zentren durchgeführt werden.

Eine weitere wichtige Säule der Neuen Kosmetischen Chirurgie sind körpereigene Stammzellen, gewonnen aus Fettgewebe, womit z.B. dauerhafte Brustvergrößerungen ohne Silikon möglich geworden sind! Nachdem wir schon seit Jahren zu diesem Thema forschen und bereits 2004 über die Arbeiten japanischer und amerikanischer Forscher berichteten, habe ich mich entschlossen, als erster europäischer Arzt unseren Patientinnen und Patienten ein neues Verfahren, das mit Stammzellen aus körpereigenem Fettgewebe arbeitet, anzubieten. Diese Technologie macht Operationen wie herkömmliches Facelift oder Lidkorrektur, aber auch Faltenbehandlungen mit sogenannten „Fillern“ verzichtbar. Stammzellen wirken unmittelbar lokal verjüngend und regenerierend und können so in vielen ästhetischen Behandlungen anstelle von straffenden und raffenden Symptombehandlungen mit dem Skalpell eingesetzt werden! Darüber hinaus bietet sich auch eine breite Palette von weiteren Anwendungen der Stammzelltechnologie in der regenerativen und therapeutischen Medizin, über die wir Sie auf dem Laufenden halten! 

Die dritte essentielle Säule der Neuen Kosmetischen Chirurgie ist Hormonal Regeneration®! Viele scheinbar „natürliche“ kosmetische und funktionelle Probleme des Alterns sind tatsächlich Symptome chronischen Mangels an bestimmten Hormonen und können entsprechend vorgebeugt und zum Teil auch rückgängig gemacht werden! Das heißt – überspitzt gesagt – „Altern“ (genauer gesagt das verfrühte „Premature Aging“) ist eigentlich eine behandelbare Mangelerkrankung! Mittels bioidentischer Hormone und weiterer therapeutischer Maßnahmen können die altersbedingt abgesunkenen Hormonspiegel wieder auf die individuellen Optimalwerte erhöht werden.

Ihr DDr. Heinrich