{"id":9228,"date":"2014-05-05T10:00:36","date_gmt":"2014-05-05T08:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ddrheinrich.com\/?p=9228"},"modified":"2018-04-04T12:47:36","modified_gmt":"2018-04-04T10:47:36","slug":"steinzeitdiaet-gletschermumie-oetzi-hatte-keine-gewichtsprobleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2014\/05\/steinzeitdiaet-gletschermumie-oetzi-hatte-keine-gewichtsprobleme\/","title":{"rendered":"Steinzeitdi\u00e4t: Gletschermumie \u00d6tzi hatte keine Gewichtsprobleme\u2026"},"content":{"rendered":"<p>Als ein Bergsteiger Mitte der 90er Jahre am Similaungletscher auf die sterblichen \u00dcberreste eines Menschen stie\u00df, sorgte dies f\u00fcr eine Sensation: Die Gletschermumie war etwa 5.250 Jahre alt und stammte somit aus der Jungsteinzeit. Unter den Eismassen wurde nicht nur der K\u00f6rper au\u00dfergew\u00f6hnlich gut konserviert, auch der Mageninhalt des als \u201e\u00d6tzi\u201c weltbekannten Mannes aus dem Eis \u00fcberdauerte die Jahrtausende und bot Wissenschaftlern einen interessanten Einblick in die Ern\u00e4hrungsgewohnheiten unserer Vorfahren.<\/p>\n<p>\u00d6tzi d\u00fcrfte weit herumgekommen sein und sich auf seinen Wanderungen meist von selbst erlegten Wildtieren und Fr\u00fcchten ern\u00e4hrt haben \u2013 Pfeil und Bogen geh\u00f6rten zu seiner Ausr\u00fcstung. Seine letzte Mahlzeit bestand aus Hirsch- und Steinbockfleisch, Gem\u00fcse und etwas Getreide. Stets auf der Reise ern\u00e4hrte sich \u00d6tzi noch \u00e4hnlich wie die Menschen der Altsteinzeit, w\u00e4hrend seine sesshaften Zeitgenossen zunehmend Ackerbau nachgingen und deutlich mehr Kohlenhydrate in Form von Getreide a\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber lebten die Menschen als J\u00e4ger und Sammler denn ges\u00fcnder? Schlie\u00dflich standen in der Altsteinzeit viel Fleisch und Fr\u00fcchte auf dem Speiseplan; Kartoffeln und Reis wurden noch lange Zeit nicht angebaut, Getreide war weitgehend unbekannt.<\/p>\n<p>Dies herauszufinden war das Ziel einer schwedischen Studie. Zehn \u00fcbergewichtige Frauen ern\u00e4hrten sich f\u00fcnf Wochen lang wie H\u00f6hlenmenschen von magerem Fleisch, Obst, Gem\u00fcse, Eiern und N\u00fcssen. Versp\u00fcrten sie nach den Essensrationen noch Hunger, durften sie ihren Speiseplan mit \u201eSteinzeitgerichten\u201c erg\u00e4nzen, solange die Anteile von Proteinen, Fett, Kohlenhydraten und unges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren in einem konstanten \u201ealtsteinzeitlichen\u201c Verh\u00e4ltnis blieben.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Studie brachten die Wissenschaftler zum Staunen: Obwohl die Fettaufnahme seit Di\u00e4tbeginn beinahe um das Doppelte gestiegen war, nahmen die Frauen fast f\u00fcnf Kilo ab. Au\u00dferdem verringerte sich die Herzfrequenz, der Blutdruck sank etwas und die Steinzeitdi\u00e4t wirkte sich positiv auf die Leberfunktion aus. Proteinreiche Kost steigert offenbar das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl und erh\u00f6ht die W\u00e4rmeproduktion des K\u00f6rpers, wodurch der Stoffwechsel angeregt wird.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnisse wurden von einer weiteren Studie an 45 adip\u00f6sen Menschen mit Typ-2-Diabetes best\u00e4tigt. Auch diese ern\u00e4hrten sich monatelang von Steinzeitkost und konnten neben einem Gewichtsverlust auch eine verbesserte Stoffwechselregulierung bemerken, ohne dabei die Nieren zus\u00e4tzlich zu belasten. Das hohe Protein-zu-Kohlenhydrate-Verh\u00e4ltnis wirkte sich vorteilhaft auf Herz und Kreislauf aus und regte die Gewichtsabnahme an.<\/p>\n<p>Die Kalorienmenge spielt also eine kleinere Rolle als viele annehmen. Unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren, deren Anteil bei der Steinzeitdi\u00e4t \u00fcberdurchschnittlich hoch ist, wirken sich positiv auf die Leberfunktion und die Insulinsensitivit\u00e4t aus. Dadurch steigert sich der Fettabbau in der Leber beachtlich und man nimmt leichter ab.<\/p>\n<p>Die seit der Jungsteinzeit \u00fcbliche, kohlenhydratreiche Ern\u00e4hrung f\u00fchrt h\u00e4ufig zu hormoneller Imbalance und \u2013 bei dem heute \u00fcblichen \u00dcberangebot \u2013 weiter zu \u00dcbergewicht. Das \u00dcbergewicht stabilisiert wiederum die hormonelle Imbalance, sodass es zu einem Teufelskreis kommen kann.<\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2012\/06\/warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-1\/\">regelm\u00e4\u00dfige\/r Leser\/in meines Blogs<\/a> wissen Sie, dass ich eine Ern\u00e4hrungsumstellung in Richtung Steinzeitdi\u00e4t f\u00fcr jedenfalls sinnvoll halte! Nicht nur wegen des Gewichts, sondern, weil eine derartige Ern\u00e4hrung f\u00fcr den Menschen \u201eartgerecht\u201c ist und sein Organismus besser funktioniert bzw. nicht so schnell altert, wie bei kohlenhydratreicher Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Doch nicht immer kann das Idealgewicht alleine durch eine Umstellung auf eine \u201ealtsteinzeitliche\u201c Ern\u00e4hrung mit viel Fleisch, Fett, Obst und Gem\u00fcse, aber wenig Getreideprodukten oder anderen Kohlenhydraten erreicht werden. Oftmals besteht bei hartn\u00e4ckigem \u00dcbergewicht auch aus anderen Gr\u00fcnden (z.B. durchgemachte Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndungen etc.) ein Ungleichgewicht der Hormone T3, T4, \u00d6strogen etc., das mit <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/behandlungen\/regenerative-therapien\/bioidentische-hormone\/\">bioidentischen Hormonen<\/a> ausbalanciert werden kann. Bioidentische Hormone gleichen in ihrem Aufbau unseren menschlichen Hormonen.<\/p>\n<p>Zu Beginn der <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/behandlungen\/gewichtsabnahme\/\">\u00e4rztlich unterst\u00fctzten Gewichtsabnahme<\/a> erfolgt eine Analyse des hormonellen und gesundheitlichen Zustandes. Basierend darauf wird ein auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse ma\u00dfgeschneiderter Behandlungsplan erstellt. Sobald die hormonelle Balance wiederhergestellt ist, f\u00e4llt das Abnehmen mit Ern\u00e4hrungsumstellung und Training meist deutlich leichter. Typischerweise dauert ein Programm zur Gewichtsabnahme 3 bis 6 Zyklen (1 Zyklus = 28 Tage).<\/p>\n<p>St\u00f6rende di\u00e4t- und trainingsresistente Problemzonen k\u00f6nnen <i>vor<\/i> der Gewichtsabnahme mittels <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/behandlungen\/fettabsaugung\/#mikrokanuelen\">Fettabsaugung mit Mikrokan\u00fclen<\/a> gewebeschonend in \u00f6rtlicher Bet\u00e4ubung geformt werden. Durch Reduktion \u00f6strogenproduzierender Fettpolster wird der K\u00f6rper auf den kommenden \u201eFettabbau\u201c vorbereitet.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Nahrungserg\u00e4nzungen Prozesse im K\u00f6rper anregen, die das Abnehmen f\u00f6rdern. So verhindert <a href=\"http:\/\/ddrheinrich.com\/de\/shop\/produkte\/essential-cellular-power\/#weight-loss-phaseolin\">Weight Loss Phaseolin<\/a>, das aus wei\u00dfen Kidney-Bohnen hergestellt wird, die Aufnahme von Kohlenhydraten aus dem Darm. \u00dcber die n\u00fctzliche Wirkung der Bohnen wussten \u00fcbrigens Indianer bereits seit mehreren tausend Jahren bescheid.<\/p>\n<p>Die Menschen der Steinzeit und Naturv\u00f6lker verf\u00fcgten \u00fcber eine erstaunliche Menge an wertvollem Wissen zu Ern\u00e4hrung und Gesundheit. Wir haben einiges von \u00d6tzi gelernt und inzwischen k\u00f6nnen wir den wissenschaftlichen Nachweis f\u00fcr viele Weisheiten unserer Vorfahren erbringen. Es liegt an uns, diesen Schatz an genialen Kenntnissen heute wiederzuentdecken und zum Wohle der Menschen einzusetzen, meint<\/p>\n<p>Ihr DDr.&nbsp;Heinrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als ein Bergsteiger Mitte der 90er Jahre am Similaungletscher auf die sterblichen \u00dcberreste eines Menschen stie\u00df, sorgte dies f\u00fcr eine Sensation: Die Gletschermumie war etwa 5.250 Jahre alt und stammte somit aus der Jungsteinzeit. 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