{"id":6770,"date":"2012-08-20T10:00:58","date_gmt":"2012-08-20T08:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ddrheinrich.com\/?p=6770"},"modified":"2018-04-04T12:47:57","modified_gmt":"2018-04-04T10:47:57","slug":"warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2012\/08\/warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-4\/","title":{"rendered":"Warum wir heute bioidentische Hormone nehmen und Enzyme essen sollten (Teil 4)"},"content":{"rendered":"<p>Lesen Sie, wie sich die Ern\u00e4hrung unserer Art in den 200 Millionen Jahren ihres Bestehens ver\u00e4ndert hat und was dies f\u00fcr unsere Gesundheit und Sch\u00f6nheit heute bedeutet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2012\/06\/warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-1\/\">Erster Teil<\/a> | <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2012\/07\/warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-3\/\">Voriger Teil<\/a><\/p>\n<h2>Die Vertreibung aus dem Paradies<\/h2>\n<p>Ein Klimaeinbruch vor etwa 20.000 Jahren bewirkte das Aussterben unseres Cousins, des Neanderthalers, und vertrieb auch unsere Menschenart Homo sapiens zun\u00e4chst aus Teilen Europas. Dennoch konnte sich Homo sapiens dank seiner Intelligenz und Jagdtechnologie sehr gut behaupten. Wir breiteten uns bis nach Amerika aus und waren gegen Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren weltweit als einzige Menschenart \u00fcbrig geblieben.<\/p>\n<p>Nach der letzten Eiszeit folgte noch kurz eine goldene Periode bis etwa vor 8.000 Jahren. Die Menschen konnten sich weiter vermehren, erlegten aber die durch die Eiszeit und den Klimawandel geschw\u00e4chten Populationen der Mammuts und anderer Gro\u00dftiere, bis es weltweit keine mehr gab.<\/p>\n<p>Nur kleine Gruppen eiszeitlicher Riesentiere \u00fcberlebten auf isolierten einsamen Inseln, bis diese letztlich doch von Menschen besucht wurden: So gab es Waldelefanten auf griechischen Inseln bis vor etwa 4.000 Jahren, Mammuts auf der sibirischen Wrangel-Insel bis vor etwa 3.500 Jahren und Riesenfaultiere auf Cuba und anderen karibischen Inseln bis vor ca. 2.000 Jahren.<\/p>\n<p>Das Verschwinden der eiszeitlichen Riesen war eine Katastrophe und bedeutete das endg\u00fcltige Ende des Goldenen Zeitalters. Die Geister der gro\u00dfen Jagdtiere waren f\u00fcr immer gegangen, auch die Schamanen der Klans konnten sie mit all ihrer Magie nicht zur R\u00fcckkehr bewegen.<\/p>\n<p>Die Jagd auf das verbliebene, kleinere und schnellere Wild war deutlich anstrengender und erforderte mehr Zeit und Aufwand. Bald war es vorbei mit dem paradiesischen Leben der Altsteinzeit. Da die Menschen nach wie vor ihre Nahrung vor allem \u00fcber die Jagd bezogen, nahm diese neben dem Fischen und Sammeln von Wurzeln und N\u00fcssen einen immer gr\u00f6\u00dferen Teil der Lebenszeit ein. Die Menschen hatten als J\u00e4ger, Fischer und Sammler stressige Ganztagesjobs, so wie wir heute im B\u00fcro.<\/p>\n<p>Als katastrophal erlebten die Menschen sicher auch, dass viele wildreiche, idyllische Landschaften, wie das historische Vorbild des biblischen Paradieses, eine Flussebene am Persischen Golf, nach dem Abschmelzen der Gletscher durch den Anstieg des Meeresspiegels \u00fcberschwemmt wurden.<\/p>\n<p>In vielen Gegenden der Welt gab es zu wenig Wild, um die Ern\u00e4hrung zu sichern; bald beherrschten Hunger und Mangel das Leben der Menschen. Auch die Versorgung mit bioidentischen Hormonen und Enzymen aus den Organen der kleineren Jagdtiere war unzureichend, so dass die Menschen nun schneller alterten und wesentlich schlechter aussahen als ihre Ahnen der Altsteinzeit, die sich vorwiegend von den Riesentieren ern\u00e4hrt hatten. Die Menschen f\u00fchlten sich aus dem Paradies vertrieben und tr\u00e4umen seither in ihren Mythen und Legenden vom \u201eGoldenen Zeitalter\u201c der Altsteinzeit.<\/p>\n<p>Die Schamanen der Klans mussten sich an andere Geister wenden, um ihr Volk ern\u00e4hren zu k\u00f6nnen: Nachdem sie sich mit den Geistern der Rauschpilze und der Nachtschattengew\u00e4chse beraten hatten, wandten sie sich an die Geister von Pflanzen, die bisher nur einen kleinen Teil zur Nahrung beigetragen hatten: \u00dcberall auf der Welt begann man nun, Getreide und Feldfr\u00fcchte anzubauen. In manchen Regionen forderten die Geister der Getreide als Preis f\u00fcr ihre Zustimmung zur Ausnutzung ihrer Ressourcen Menschenopfer, in anderen waren die Geister bei den Pakten mit den Schamanen weniger anspruchsvoll.<\/p>\n<p>Waren diese Getreidek\u00f6rner und Feldfr\u00fcchte zun\u00e4chst nur eine kleine Zugabe zur fleischdominierten Kost gewesen, wurden sie nun zur Grundlage der Nahrung. Der Genuss von Fleisch wandelte sich zur seltenen Beilage.<\/p>\n<p><strong>Unsere \u201eartgerechte\u201c Ern\u00e4hrung in der Jungsteinzeit: Getreide, Gem\u00fcse, Fr\u00fcchte, Milchprodukte<\/strong><\/p>\n<p>Diese Umstellung in der Ern\u00e4hrung von dem Verzehr gro\u00dfer Mengen tierischen Fleisches, Fettes und Eingeweide hin zum Getreidebrei und sp\u00e4ter dem Brot hatte Folgen. Statt Eiwei\u00df dominiert seither St\u00e4rke unsere Nahrung. Waren die J\u00e4ger der Altsteinzeit gro\u00df, stattlich und gesund, wurden die Bauern der Jungsteinzeit deutlich kleiner, waren schw\u00e4cher und hatten mit allen m\u00f6glichen gesundheitlichen Problemen wie Karies, aber auch \u00dcbergewicht, Gef\u00e4\u00dfverkalkung und Zuckerkrankheit zu k\u00e4mpfen. Als \u201eNotl\u00f6sung\u201c der Unterversorgung mit Eiwei\u00df kam es weltweit zu genetischen Mutationen bei Menschen, die sie in die Lage versetzten, die Milch der Haustiere verdauen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zur Zeit der Venus von Willendorf (die weltber\u00fchmte Skulptur der j\u00fcngeren Altsteinzeit kann man heute im Naturhistorischen Museum in Wien bewundern), war eine solcherart dicke Frau noch selten und verk\u00f6rperte ein Idol der Fruchtbarkeit, zur Zeit der jungsteinzeitlichen Bauern waren dicke Menschen durchaus h\u00e4ufig, weil Getreide St\u00e4rke enth\u00e4lt, die der K\u00f6rper als Fett speichert.<\/p>\n<p>Lesen Sie im <a href=\"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2012\/09\/warum-wir-heute-bioidentische-hormone-nehmen-und-enzyme-essen-sollten-teil-5\/\">n\u00e4chsten Blog<\/a> das Res\u00fcmee f\u00fcr heute: Seit der Jungsteinzeit hat sich nicht so viel an unserer Ern\u00e4hrung ge\u00e4ndert, abgesehen davon, dass raffinierter Zucker erst seit relativ kurzer Zeit in gro\u00dfen Mengen gegessen wird und wir in den Industrienationen heute mehr Fleisch essen, als in den Jahrhunderten davor. Wie m\u00fcsste heute eine artgerechte Ern\u00e4hrung aussehen und wie schaffen wir eine eiwei\u00dfreiche und gesunde Ern\u00e4hrungsgrundlage f\u00fcr die riesige Weltbev\u00f6lkerung?<\/p>\n<p>Ihr DDr.&nbsp;Heinrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesen Sie, wie sich die Ern\u00e4hrung unserer Art in den 200 Millionen Jahren ihres Bestehens ver\u00e4ndert hat und was dies f\u00fcr unsere Gesundheit und Sch\u00f6nheit heute bedeutet. 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