{"id":6058,"date":"2005-01-19T11:05:14","date_gmt":"2005-01-19T10:05:14","guid":{"rendered":"http:\/\/ddrheinrich.com\/?p=6058"},"modified":"2016-11-02T23:36:55","modified_gmt":"2016-11-02T22:36:55","slug":"was-macht-fettabsaugung-gefaehrlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ddrheinrich.com\/de\/2005\/01\/was-macht-fettabsaugung-gefaehrlich\/","title":{"rendered":"Was macht Fettabsaugung gef\u00e4hrlich?"},"content":{"rendered":"<p>Wien (19.1.2005) \u2014 Aus Anla\u00df eines Todesfalls im Zusammenhang mit einer Fettabsaugung in Ungarn wird diskutiert, welche Faktoren diesen Eingriff gef\u00e4hrlich machen. Der einzige signifikante Sicherheitsfaktor bei einer Fettabsaugung scheint die Wahl der An\u00e4sthesie zu sein. Andere Faktoren, wie die Fachzugeh\u00f6rigkeit des operierenden Arztes spielen keine Rolle. \u201eUnter den international anerkannten Spezialisten der Fettabsaugung sind sowohl Haut\u00e4rzte als auch plastische Chirurgen und Allgemeinmediziner und es gibt keine Hinweise darauf, dass das Operationsrisiko bei einer dieser drei Fachgruppen h\u00f6her w\u00e4re\u201c, sagt der Wiener kosmetische Chirurg DDr.&nbsp;Karl-Georg Heinrich. Vielmehr h\u00e4ngt die Gefahr von Komplikationen durch Blut- oder Fettgerinnsel offenbar davon ab, ob der Eingriff in Narkose oder unter lokaler Bet\u00e4ubung durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Den entscheidenden Durchbruch f\u00fcr die kosmetische Fettabsaugung brachte die Entwicklung der Tumeszenzan\u00e4sthesie durch den amerikanischen Hautarzt Dr. Jeffrey Klein. Dabei wird das abzusaugende Fett mit einer Mischung aus stark verd\u00fcnnter Kochsalzl\u00f6sung, einem lokalen Bet\u00e4ubungsmittel (z.B. Xylocain) und kleinsten Mengen des Hormons Adrenalin infiltriert. Diese, nach ihrem Erfinder \u201eKlein\u2019s Solution\u201c genannte L\u00f6sung hat einen dreifachen Effekt: Sie bet\u00e4ubt h\u00f6chst effizient das Operationsgebiet, das Adrenalin verengt die Gef\u00e4\u00dfe und reduziert damit die Gefahr von Blutungen und die relativ gro\u00dfe Fl\u00fcssigkeitsmenge erleichtert das Absaugen des Fettes.<\/p>\n<p>Wie sicher diese Methode ist, zeigte 1995 eine Arbeitsgruppe um C. William Hanke. Die Wissenschaftler analysierten das gesamte damals bekannte Daten- und Studienmaterial zu diesem Thema, was eine Gesamtzahl von mehr als 40.000 Operationen unter Tumeszenzan\u00e4sthesie ergab. Eine so hohe Zahl von Operationen l\u00e4sst gute Schl\u00fcsse hinsichtlich der Sicherheit einer Methode zu. Erfreuliches Ergebnis: Bei keinem einzigen Eingriff kam es zu t\u00f6dlichen oder lebensgef\u00e4hrlichen Komplikationen, es war keine einzige Spitalseinweisung notwendig. In sehr seltenen F\u00e4llen traten leichtere Komplikationen wie anhaltende Schmerzen nach dem Eingriff, Fieber oder starke M\u00fcdigkeit auf. Alle diese m\u00f6glichen Nebenwirkungen wurden mit einer H\u00e4ufigkeit von weniger als 0,1 Prozent beobachtet. Das liegt weit unter dem Restrisiko jeder Vollnarkose. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind sehr selten. Bislang wurde nur ein einziger Fall bekannt, wo es durch das Zusammenwirken von Tumeszenzan\u00e4sthesie und einem Antidepressivum zu Komplikationen kam (von denen sich die Patientin vollst\u00e4ndig erholte).<\/p>\n<p>Als \u201e\u00e4u\u00dferst problematisch\u201c bezeichnet DDr.&nbsp;Heinrich eine h\u00e4ufig zitierte Studie, in der eine angebliche hohe Dunkelziffer von Todesf\u00e4llen bei Fettabsaugungen behauptet wird: \u201eBei dieser US-Auftragsstudie hat man Chirurgen gefragt, von wie vielen Todesf\u00e4llen in Zusammenhang mit Fettabsaugungen sie geh\u00f6rt haben. Dann hat man die Angaben einfach zusammengerechnet und daraus auf das Risiko geschlossen. Weder wurde \u00fcberpr\u00fcft, ob es die angegebenen Todesf\u00e4lle tats\u00e4chlich gegeben hat, noch hat irgendjemanden interessiert, ob da nicht ein und derselbe Fall mehrfach angegeben wurde. Nehmen wir an, es h\u00e4tte einen einzigen Todesfall geben und hundert Chirurgen haben davon geh\u00f6rt. Das ergibt nach diesem Studiendesign dann 99 fiktive Todesopfer. Diese Erhebung wird in Fachkreisen nicht ernst genommen. Leider geistert sie immer wieder durch die Medien.\u201c<\/p>\n<p>Es trifft hingegen zu, dass es bei Fettabsaugungen unter Vollnarkose manchmal zu Thrombosen oder Embolien kommt, wo Blut-oder Fettgerinnsel Blutgef\u00e4\u00dfe verstopfen. In seltenen, tragischen F\u00e4llen kann dies t\u00f6dlich enden. Offenbar bewirkt die L\u00e4hmung der Gef\u00e4\u00dfmuskulatur durch die Narkotika\/Muskelrelaxantien, die bei der Vollnarkose eingesetzt werden, eine erheblich erh\u00f6hte Thrombose-\/Embolieanf\u00e4lligkeit in der Zeit nach dem Eingriff. Auch die Bettl\u00e4grigkeit als Folge der Narkose stellt ein Risiko bez\u00fcglich Thrombose-Entstehung dar. \u201eFolgerung muss sein\u201c, so DDr.&nbsp;Heinrich, \u201eFettabsaugungen so schonend durchzuf\u00fchren \u2013 am besten mit Mikrokan\u00fclen und schwachem Absaugesog \u2013 dass sie unter reiner \u00f6rtlicher Bet\u00e4ubung ohne Narkose gemacht werden k\u00f6nnen und die Patienten anschlie\u00dfend voll mobil sind!\u201c<\/p>\n<p>Bis heute hat sich bewahrheitet, was Dr. Klein 1997 im Editorial des Fach-Journals <em>Dermatologic Surgery<\/em> schrieb: \u201eDer einzige Faktor, der die Sicherheit einer Fettabsaugung signifikant beeinflusst, ist die Methode der An\u00e4sthesie. Die Tumeszenzan\u00e4sthesie, die ausschlie\u00dflich mit lokaler Bet\u00e4ubung auskommt, ist sicherer als die Semi-Tumeszenzan\u00e4sthesie, bei der zus\u00e4tzlich Vollnarkose oder starke intraven\u00f6se Sedierung eingesetzt werden.\u201c Daran hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert. Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.liposuction.com\/\">http:\/\/www.liposuction.com\/<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.ddrheinrich.com\/\">http:\/\/www.ddrheinrich.com\/<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>\nOrdination Clinic DDr.&nbsp;Heinrich\u00ae<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:info@ddrheinrich.com\">info@ddrheinrich.com<\/a><br \/>\nWeb: <a href=\"http:\/\/ddrheinrich.com\/\">http:\/\/ddrheinrich.com\/<\/a><br \/>\nTel.: +43 1 532 18 01<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien (19.1.2005) \u2014 Aus Anla\u00df eines Todesfalls im Zusammenhang mit einer Fettabsaugung in Ungarn wird diskutiert, welche Faktoren diesen Eingriff gef\u00e4hrlich machen. 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